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Leitziele

Leitziele

Liebe Mitchristen in unserer Pfarreiengemeinschaft Bonn-Melbtal,

gemeinsam sind wir in ganz unterschiedlicher Weise in Gremien, Gruppierungen und Vereinen als Kirche unterwegs. Auf diesem Weg ist es immer wieder notwendig, anzuhalten, innezuhalten und eine Standortbestimmung vorzunehmen: dankbar und kritisch zurückzublicken, aber vor allem auch mutig und offen nach vorne zu schauen.

In diesem Sinne hat der Pfarrgemeinderat Leitziele entwickelt, diskutiert und verabschiedet. Wir möchten Ihnen diese Leitziele ans Herz legen und laden Sie ein, Ihre Gedanken und Ihre Ideen zu diesen Leitzielen und ihrer Umsetzung zurückzuspiegeln.

Die Handlungsperspektiven des Pfarrgemeinderats können ihnen vielleicht Hilfe sein und Anregung, eigene Ideen und Perspektiven zu entwickeln und einzubringen. Der Pfarrgemeinderat und das Pastoralteam sind für alle Anregungen und Rückmeldungen ansprechbar und dankbar.

„Anhänger des Neuen Weges“- so werden die Christen in der Apostelgeschichte (9,2) beschrieben. Wir, Christinnen und Christen in der Pfarreiengemeinschaft Bonn Melbtal, verstehen uns als solche lebendige Weggemeinschaft. Wir sind auf unserem Lebensweg von der Person und Botschaft Jesu Christi in ganz unterschiedlicher Art und Weise, aber immer heilsam, angesprochen und berührt worden. Auf unserem Weg erfahren wir uns als Hoffende und Glaubende, aber auch als Suchende und Zweifelnde.

In den Gemeinden unserer Pfarreiengemeinschaft wollen wir uns über unsere Hoffnungen austauschen, im Glauben feiern, dass wir erlöste Menschen sind, und Zeugnis für die Liebe Gottes zu uns Menschen geben. Wir wollen Räume schaffen, in denen es möglich ist, Gott und einander zu begegnen, und auch wieder mehr zu sich selbst zu kommen.

„Kommt und seht!“ (Joh 2,39) so lädt Jesus seine Jünger ein, ihm zu folgen. Genau so wollen auch wir, hauptamtlich pastorale Mitarbeiter und engagierte Laien im Ehrenamt, den Glauben neu als Lebenshilfe entdecken helfen.

Wir tun dies nicht ängstlich, sondern im Vertrauen darauf, dass Jesus Christus selbst mit uns unterwegs ist. Christsein in der Welt von heute kann nur gelingen, wenn wir uns nicht zurückziehen, sondern als Menschen dieser Zeit – mit all ihren Gefährdungen aber auch Chancen – Verantwortung übernehmen in und für Kirche und Welt. In dieser Beziehung verstehen wir uns als eine Kirche im Aufbruch.

Nur so wird es gelingen, Gottes Interesse am Menschen und dem, was ihn bewegt, glaubwürdig zu vermitteln. Denn das ist unser Auftrag, wie ihn das Zweite Vatikanische Konzil in der Pastoralkonstitution Gaudium et Spes formuliert hat: “ Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände. Ist doch ihre eigene Gemeinschaft aus Menschen gebildet, die, in Christus geeint, vom Heiligen Geist auf ihrer Pilgerschaft zum Reich des Vaters geleitet werden und eine Heilsbotschaft empfangen haben, die allen auszurichten ist. Darum erfährt diese Gemeinschaft sich mit der Menschheit und ihrer Geschichte wirklich engstens verbunden“. (GS1)

Die Emmausgeschichte im Lukasevangelium (Lk 24,13-35) drückt als biblisch-theologische Grundlage besonders gut unser Selbstverständnis als Pfarreiengemeinschaft aus. In der Erzählung über die Begegnung der beiden Jünger mit dem Auferstandenen erkennen wir die Grundvollzüge einer christlichen Gemeinde, die sie konstituieren, inspirieren und zum Zeugnis motivieren. Wir  orientieren uns an den drei Säulen jeder christlichen Gemeinde, die die Tradition der Kirche seit ihren Anfängen beschrieben hat als:

Liturgia – Die Feier des Glaubens im Gottesdienst

Martyria – Die Verkündigung und das Zeugnis für den Glauben

Diakonia – Der Dienst am Nächsten

In unseren pastoralen Leitzielen wollen wir diese Grundvollzüge entfalten, und für unsere spezifische Situation vor Ort in unseren Gemeinden St. Sebastian, St. Barbara und Hl. Geist und inmitten der Welt von heute konkretisieren. Zugleich wollen wir aber auch aus dem innerkirchlichen Raum heraustreten, und als eine offene und gastfreundliche Gemeinschaft Interesse an diesem Weg zu einem erfüllten Leben wecken. So sind wir auf dem Weg, von einer Kirche für die Menschen vor Ort zu einer Kirche der Menschen vor Ort zu werden: lebendiges Zeichen der Hoffnung für unsere Welt!

Der faire, liebende und solidarische Umgang miteinander ermöglicht allen ein würdevolles und frohes Leben. Dazu gehört die Übernahme von Verantwortung für die Schöpfung. Durch unseren respektvollen und achtsamen Umgang mit der Schöpfung und allen Geschöpfen, wollen wir unseren Beitrag leisten für die Bewahrung der Schöpfung im Ganzen.

  • Energiekonzept für die Gemeinden 
  • Priorität von regionalen Produkten und Dienstleistungen
  • Beachtung des Prinzips Nachhaltigkeit bei Neu- und Ersatzbeschaffungen
  • Büroabläufe prüfen (bes. Verbrauchsmaterialien)

Es ist unsere Aufgabe, besonders die in den Blick zu nehmen, die sonst leicht vergessen, übersehen und überhört werden: Die Armen und Kranken, das ungeborene Leben, diejenigen, die „anders“ sind und diejenigen, die durch das gesellschaftliche Raster fallen. Wir wollen uns immer daran messen lassen, in welchem Umfang wir dort tätig werden, wo die Würde des Menschen in Gefahr ist, dort, wo wir wirklich gebraucht werden – über alle Grenzen von Konfession, Religion und Staatsangehörigkeit hinweg.

Global

  • Den fairen Handel (Fair Trade) unterstützen durch Verkauf von Produkten und Einsatz von Produkten in der Verköstigung bei gemeindlichen Veranstaltungen

Regional/Lokal

  • Stärkung des caritativen Engagements der Gemeinden.
  • Gemeindecaritas in den Blick nehmen: Was ist? Was gibt es? Wo sind blinde Flecken?
  • Pool von Freiwilligen bilden, die bereit sind zum persönlichen Einsatz
  • Weitere Unterstützung der Flüchtlingshilf

Ganz Mensch-Sein: Das bedeutet, unverstellt und authentisch das tun zu dürfen, wofür das Herz brennt. Alle können Kirche mitgestalten, indem sie sich einbringen. Jeder und jede ist dabei wichtig und wertvoll. Eine Kirche, die ich selbst mitgestalte, wird zu einer Heimat, die mich atmen lässt und befreit. Darum ermutigen wir die eigenen Begabungen und Talente zu entdecken, auszubauen und zu fördern, die der Heilige Geist jedem Menschen schenkt.

  • Ehrenamts-Koordination (hauptamtliche Stelle)
  • Bewusstseinsbildung in den Gemeinden - Welche Außenwirkung haben wir? - Welche Außenwirkung wollen wir haben? Entwicklungsprozess
  • Transparenz bei gemeindlichen Angeboten: Leute wissen lassen, was sie erwartet
  • Willkommenskultur: Menschen wahrnehmen – Gestaltung der Homepage – Erstkontakte
  • Passgenaue Angebote: Kultur – Studenten
    Transparenz bei der Vermittlung von ehrenamtlichen Aufgaben: Leute wissen lassen, worauf man sich einlässt
  • Selber offen sein für Kontakte, Vorschläge …
  • Charismen-Kurs

Die Sehnsucht nach Gott hält das Herz wach und offen, schenkt Freiheit und Kraft. Wir wollen gemeinsam nach Begegnungen mit Gott suchen und nach Erfahrungen, die uns im Glauben stärken. Wir stehen dabei in der Tradition einer weltumspannenden Kirche, als deren Teil wir uns gegenseitig ermutigen können. Kirche will ein Ort sein, an dem wir dem lebendigen Gott, einander, und auch uns selbst heilsam begegnen können. Das geschieht in der Liturgie, wie auch im Austausch und konstruktiven Streiten über den Glauben – angeregt durch Impulse von innen und von außen.

  • Wallfahrt/Pilgern in der Pfarreiengemeinschaft
  • Offene Frage- und Diskussionsrunden über den Glauben (fester Rhythmus, feste Formate)
  • Dialog mit zeitgenössischer Kunst und Kultur, Literatur (in Kooperation mit dem katholischen Bildungswerk)
  • Offene Begegnungs- und Fragerunde: mein Problem - dein Problem - unsere Lösungen (anonymer Zettelaustausch)
  • Kreativwerkstatt, z.B. Gottesbild

Zusammen mit allen Glaubenden, aber auch allen, die auf der Suche sind, feiern wir unseren Glauben in einer lebendigen Liturgie. Gemeinsam hören wir Gottes Wort, das uns Kraftquelle und Orientierung ist, das uns inspiriert und motiviert. In der Feier der Sakramente werden wir in allen Lebenslagen und Zeiten, in Freude und Leid, heilsam vom lebendigen Christus berührt und gestärkt. Dabei bemühen wir uns um eine Gestaltung und Sprache, die heute anspricht und verstanden wird, und die zu ganz vielfältigen liturgischen Formen einlädt.

  • Ausbildung von Laien für die Leitung von Wortgottesdiensten !!!
  • Ortsvielfalt nutzen
  • Fahrgemeinschaften zu Messen organisieren
  • Vielfalt fördern (Taizégebet, Andachten, Frühschicht, Komplet, Anbetung, Orgelpredigt); evtl. Kombination von Messe und Stundengebet
  • After- Job - Messe
  • Jugendmesse (fester Rhythmus, feste Zeit)
  • Liturgische Orte der Ruhe mit Anleitung zur Meditation und Kontemplation/Jesusgebet
  • Lobpreisungsabend: freies Singen, Beten
  • Konzentration des Ewigen Gebets auf alle drei Gemeinden (Neugestaltung)

Gesellschaftlich relevante Themen kennen keine Grenzen zwischen Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen und erfordern Zusammenarbeit. Die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit sind gegenseitige Wertschätzung und das Wissen voneinander. Wir pflegen den Austausch, die Diskussion und die gemeinschaftliche Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft.

  • Auflockerung der Konfessionsgrenzen durch Begegnungsabende
  • Ökumene von unten leben
  • Konfessions-ungebundene Adventfeier, evtl. im Austausch mit jeweiliger evangelischer Partnergemeinde
  • Religionsübergreifende Erntedankfeier
  • (inter)religiöser Austausch in der Flüchtlingsarbeit
  • Pflege der Taizé-Gottesdienste
  • Tag der Monfortaner
  • Beteiligung am lebendigen Adventkalender

Gesellschaft und Kirche sind Orte des Lebens und befinden sich in ständiger Bewegung. Sie stellen uns vor immer neue Herausforderungen. Diesen wollen wir begegnen, indem wir transparente und demokratische Strukturen schaffen, die neue, vielfältige und mutige Wege ermöglichen. Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation wollen wir uns von Jesu Botschaft begeistern lassen wie es Generationen vor uns getan haben und alles dafür tun dass es auch morgen noch von Gott Begeisterte gibt. Es geht darum, jedem und jeder die Möglichkeit zu geben, teilzuhaben. Es geht – ganz einfach – auch um Spaß an Kirche.

  • Partizipation ALLER an der Gestaltung der Gemeinde
  • Die Gemeinde immer mehr zur Trägerin der Pastoral machen
  • Wann ist was gut, das bewahrt werden soll/werden darf ? > Prüfstand
  • Ressourcen gewinnen (Euro, Zeit, Herzblut, Menschen)